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Najwa Abdulhaq in Tosterglope zu Gast

12. Juni 2016, 15:00

„Die Kunst des ÜberLebens“

 
Ein Nachmittag, der eingeleitet und begleitet wird von Lerke Scholing

 
Heute im besetzten Palästina zu leben ist eine Kunst.
In einem in verschiedene Zonen zerstückeltem Land, in dem zwei Völker mit und gegeneinander leben, ist es nicht einfach, den Alltag zu bewältigen.

 
Ein Land, durch das sich eine 8 m hohe Betonmauer schlängelt, wo die Entfernungen inWartezeiten an Checkpoints und nicht in Kilometern gemessen werden, lebt Najwa Abdulhaq.
Najwa ist die zweitjüngste Tochter eines deutsch-palästinensischen Ehepaares, das seit 1967 in einem besetzten Land lebt. Seit ihrer Kindheit interessierte sich Najwa für die Kunst, vor allem die Musik. Studiert hat sie aber Medizin in Hamburg. Nach dem Studium kehrte Najwa in ihre Heimat Palästina zurück und entschied sich für eine Facharztausbildung in der Pädiatrie in einem israelischen Krankenhaus in Jerusalem. Jeden Tag pendelt Najwa zwischen Ramallah ( ihrer Stadt) und Jerusalem, um an ihren Arbeitsplatz im Krankenhaus zu kommen. Dies kann sie aber nur mit einer von den israelischen Behörden ausgestellten Sondergenehmigung machen, die es ihr erlaubt, den Qalandya Checkpoint zu überqueren. Mit dem eigenen Auto darf sie nicht fahren, stattdessen muss sie mit dem Bus entlang der grauen Mauer, die Ramallah von Jerusalem trennt, fahren.
Durch Beispiele aus der modernen und jungen palästinensischen Kunstszene möchte uns Najwa den Alltag der Menschen im besetzten Palästina näher bringen, über die Kunst des Lebens und Überlebens der Palästinenser. Durch ausgewähltes Material von Film, Musik, Malerei, Skulpturen und Videoart vermittelt sie uns, wie die Palästinenser ihre Ansicht von der täglichen Realität darstellen und von einer besseren Zukunft, Gerechtigkeit und Frieden träumen.

 
Im Anschluss laden wir ein zu einem palästinensischen Buffet!