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Erwin Gross und seine Meisterschüler*innen

Samstag, 31. Oktober 2020, 16:00 - Sonntag, 29. November 2020, 15:00

*** Diese Veranstaltung muss leider corona-bedingt ausfallen ***

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Ausstellung:

Erwin Gross im Dialog mit den Meisterschüler:innen Gesa Kolb, Lin Olschowka und Edgar Unger

 

Das Werk von Erwin Gross ist vielgestaltig, umfasst botanisch inspirierte Szenerien ebenso wie Paraphrasen niederländischer Landschaftsmalerei. In jüngerer Zeit sind zudem Blumenstillleben entstanden, die Gross zu spröder Abstraktion treibt. Eine kurz zuvor gemalte Gruppe extrem hermetischer, vom Grundton Grau dominierter Bilder , die an wuchtige Felswände erinnern, nennt Gross lapidar “Abend zu Abend”. Für alle Arbeiten ist eine subtile Vielschichtgkeit kennzeichnend, deren Nuancenreichtum sich oft erst bei näherem Betrachten erschließt. Das gilt nicht zuletzt für die Papierarbeiten, die das Kernstück der Ausstellung im Kunstraum Tosterglope bilden. Das ausgeprägte Interesse des Künstlers an Pflanzen und Gärten, Wäldern und wild wuchernder Vegetation findet hier seinen gleichermaßen vorsichtig tastenden, wie exakt kalkulierten visuellen Niederschlag.

Die Malweise, mit der Gross vorgeht, ist in ihrer Verbindung aus Zufall und gezielter Akzentuierung singulär in der Gegenwartskunst. Doch so eigenständig, ja eigenwillig Gross als Maler agiert, so offen und aufgeschlossen ist er gegenüber den Positionen von Schülern und Kollegen. Gross, 1953 in Langenbrücken/ Baden geboren, nahm 1982 an der documenta 7 teil und nimmt seit 1990 eine Professur an der Kunstakademie Karlsruhe wahr. Wiederholt hat er mit anderen Künstlern ausgestellt, sei es mit dem Bildhauer Johannes Esper, sei es mit dem US-amerikanischen Maler Ross Bleckner. Auch die Ausstellung in Tosterglope sieht er als Dialog zwischen ihm Gesa Kolb, Lin Olschowka und Edgar Unger.

 

Kurator: Michael Hübl

 

gefördert von