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Gästeliste | Marcus Schüler +1

21. November 2015, 18:00 - 20. Dezember 2015, 21:00

Frei nach dem Gästelisten-Prinzip „Plus 1“ der Clubszene lädt der Kunstraum mit seinem neuen Ausstellungsformat „Gästeliste“ eine junge Künstlerin bzw. einen Künstler dazu ein, eine weitere künstlerische Position auszuwählen, um während einer zweiwöchigen Residenz an einer gemeinsamen Ausstellung zu arbeiten. Ziel dieser Kurzresidenz ist, jungen Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit zu bieten, intensiv über ihre jeweilige künstlerische Praxis miteinander in die Kommunikation und zugleich kollaborativ in den Produktionsprozess zu treten.

 

Der Kunstraum versteht sich in seiner Funktion als Kunstverein als ein Ort für Forschung und Experiment. Vor diesem Hintergrund will das Ausstellungsformat „Gästeliste“ jene spezifisch und immanent generierte Form des Wissensaustausches erproben und ausloten.

 

Den Auftakt dieses Ausstellungsformats bildet der junge Maler Marcus Schüler, der 2014 sein Malereistudium an der HBK Braunschweig bei Frances Scholz und Friedemann von Stockhausen absolvierte. Schüler bedient sich in seiner Malerei einfacher Materialen wie Wasserfarbe, Tusche, Stoff und Folie. Das bei ihm so wichtige Element der Montage macht die Begegnung des Immateriellen mit dem Haptischen erfahrbar.

 

Schüler spielt in seinen Arbeiten sowohl mit den Grenzen von Druck und Malerei sowie der Balance zwischen Kontrolle und Zufall. Das anfänglich aktive Gestalten des Arbeitsprozesses geht in eine Passivität über, die erst nach der Trocknung des verwendeten Materials wieder dem Künstler die Kontrolle überlässt.

 

Die Einladung zu einer gemeinsamen Residenz und Ausstellung hat Marcus Schüler dem jungen Maler Lars von Zitzewitz ausgesprochen, der in diesem Sommer sein Studium an der HBK Braunschweig in der Klasse von Frances Scholz beenden wird.

 

Zitzewitz will sich in seiner künstlerischen Praxis hinsichtlich Form, Materialität und Medialität nicht endgültig definieren. Er versteht Malerei als eine mögliche Form der Kommunikation und Analyse, die stets kontextbezogen entsteht. Strukturen und Strategien von Kunst als solche und ihre Präsentation, aber auch die anderer Künstlerinnen und Künstler sowie soziale Geflechte stehen hierbei im Mittelpunkt. Der Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern stellt für seine eigene Arbeit eine wichtige Form der (Selbst)Reflexion dar – gleichzeitig versteht Zitzewitz jenen Austausch aber auch als Triebkraft und Basis kollaborativer Arbeitsprozesse.

 

Kuratorin: Mascha Pöhls

 

Die Eröffnung ist am Samstag, 21. November 2015, 17.00 Uhr 
im Rahmen der 30. Dahlenburger Kulturwoche

 

gefördert vom

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