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4 Säulen KAMMERTANZ :: KAMMERMUSIK

13. Oktober 2012, 19:30

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Fotos: Wilfried Krüger

Choreografie: Christine Brunel
Musik: Domenico Gabrielli (17. Jhd.), Scott Roller
Tanz: Francesco Pedone, Christine Brunel, Annelise Soglio
Cello: Scott Roller

 
Der Komponist und Cellist Scott Roller entwirft für den 4-Säulen-Raum des Vereins in Tosterglope mit der Tänzerin Christine Brunel eine Klang- und Bewegungskomposition, die den zeitlichen und räumlichen Gegebenheiten ein neues Profil gibt.

 

„Wenn ich Musik höre, sehe ich Bewegung.
Wenn ich in der Stille tanze, höre ich die Musik,
die aus meiner Bewegung entstehen könnte.
Tanz und Musik entstehen unabhängig voneinander,
und sie begegnen sich.“
Christine Brunel

 

Dieser Gedanke ist der Ausgangspunkt für Christine Brunel und ihren Umgang mit Musik in ihrer choreographischen Arbeit. Für sie bewegt sich Tanz und Musik immer in einem Spannungsfeld, das oftmals von starken Kontrasten geprägt ist. In der Begegnung dann wird die Eigenheit der beiden Künste respektvoll gewahrt: keine gegenseitige Illustration, keine einseitige Dominanz.

Für das Projekt „Kammertanz – 4 Säulen“ wird auch die Musik sich in einem Spannungsfeld bewegen: Alte Musik trifft auf Neue Musik. Teile aus dem Cellowerk “sette ricercari per il violoncello solo“ von Domenico Gabrielli aus dem Jahr 1687 treffen auf eine Neukomposition für Cello und Zuspielgerät von Scott Roller.
Der Amerikaner Scott Roller ist sowohl Cellist als auch Komponist, ein Kenner der Celloliteratur im Bereich der Alten Musik. Sein kompositorisches Interesse gilt der Neuen Musik. Scott Roller wird im Rahmen des Projektes live auf der Bühne spielen.

Christine Brunel wird sich durch das Cellowerk von Domenico Gabrielli zu einer Choreografie inspirieren lassen. In einem zweiten Schritt wird sie ein Tanzstück entwickeln, für das Scott Roller nach Beendigung der choreografischen Arbeit die Musik komponieren wird. Hier wird der Tanz die Komposition inspirieren.

Tanz und Musik: In „Kammertanz – 4 Säulen“ eine Begegnung der besonderen Art, über Raum und Zeit hinweg, mit dem Wissen von und über Musik und Tanz aus mehreren Jahrhunderten wird ein Abend entstehen, der im Hier und Jetzt verwurzelt ist.

 

Scott Roller

1959 in Amarillo/Texas USA geboren. Musikstudium (Cello/Komposition) 1976-1981 an der University of Texas/Austin, L’ École Normale de Musique/Paris und North Texas State University/Denton. 1980-83 intensiv mit dem Improvisationsquartett BL Lacerta (Dallas) tätig als Künstler in Residenz mit Unterstützung von der Texas Commission on the Arts, Chamber Music America, der Atlantic-Richfield Foundation, und die National Endowment for the Arts (eine Art praktischer „Masters of Improvisation”). Die Zusammenarbeit mit Künstlern sehr unterschiedlicher Medien (besonders Video/Film, Malerei, Theater, Tanz, Dichtung, Performance) ist seit damals ein zentraler, wiederkehrender Aspekt seiner Tätigkeiten als Cellist, Improvisator, Komponist und Pädagoge.
Lebt in Deutschland seit 1984 in Stuttgart und Essen. Nach weiteren Kompositionsstudien, Lehrtätigkeit in der Jugendmusikschule Gladbeck (1985-88). 1987-89 Cellist der Dortmunder Philharmoniker (danach als freier Mitarbeiter bis 1998). In den 90er Jahren spielte er mit dem Wolpe Trio (Essen), ensemble avance (Stuttgart), Musikfabrik NRW (Düsseldorf), mit dem Posaunisten/ Komponisten Mike Svoboda, mit dem Organisten/Komponisten Gary Verkade (u.a. in der Improvisationsensemble Synthese) und viel Einzelunterricht in Cello.
Seit 2000 aktiv mit der Geigerin Ulrike Stortz im DuoMonolog, im Ensemble >gelberklang< und im Helios Streichquartett (Stuttgart), in den Ensembles von Mike Svoboda und dem amerikanischen Gitarristen/Komponisten Scott Fields; Konzerte u. Filmmusik mit Michael Riessler, Mitwirkung im Ensemble Modern (Frankfurt), ensemble recherche (Freiburg) und in vielen anderen Projekten wie mit der Tänzerin-Choreographin Christine Brunel, der Malerin Agata Schubert und zahlreichen ImprovisatorInnen aller Gattungen.
2010 Umzug nach Stuttgart, verstärkte Betonung auf Komposition und Soloarbeit mit Cello/Elektronik, Kollaborationen als Musiker/Schauspieler mit der Choreographin Nina Kurzeja (Dea Lohers “Tätowierung”) und mit TART Produktion (“Napoleon Raskolnikow im Schnee”). 2011 begann eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Slampoeten Timo Brunke: “Der Übergang des Abendlandes”, ein abendfüllendes 2-Mann Programm produziert vom Theaterhaus Stuttgart.
Vertreten als Cellist und Komponist auf vielen CDs bei Labels wie Wergo (Frankfurt), cybele (Düsseldorf), Kairos (Wien), free elephant (Wuppertal), New World Records (New York) und cleanfeed (Portugal).
Christine Brunel
… hat seit den 80ziger Jahren ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Essen. Ihre Tanzausbildung erhielt sie in ihrer Heimat, an der Schola Cantorum in Paris und an der Folkwang Hochschule in Essen, u.a. bei Hans Züllig, Jean Cebrón und Pina Bausch.
Nach einigen Engagements, u.a. beim Folkwang Tanzstudio unter der künstlerischen Leitung von Susanne Linke, entschied sie sich 1985, als freischaffende Tänzerin, Choreographin und Pädagogin zu arbeiten. Ihr OEuvre umfasst weit mehr als 50 Choreographien. Christine Brunel ist eine international gefragte Künstlerin: Auftragsarbeiten, Gastchoreographien, Workshops und Gastspielreisen führen und führten sie u.a. in die USA, nach Japan, Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Russland, Polen und Frankreich. In ihren Choreographien setzt sie auf die kleine Form: Soli, Duette bis hin zu Quintetten machen den Grossteil ihrer Arbeiten aus. Sie gleichen Miniaturen, die durch Innerlichkeit und Konzentration geprägt sind. Klarheit und Reduktion auf das Wesentliche sind charakteristisch für ihre Körpersprache.

 

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Details

Datum:
13. Oktober 2012
Zeit:
19:30
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