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I quattro fantolini – die vier Kinderlein

Konzert
Barocke Hausmusik des 17. Jahrhunderts aus Italien für und mit besonderen Instrumenten
Ensemble I quattro fantolini:
Franziska Fleischanderl – Salterio
Vincent Kibildis – Barockharfen
Giovanna Baviera – Viola da gamba
Philipp Lamprecht – Strohfidel, historische Perkussion, Gesang & Leitung
Instrumental begleiteter Gesang ist Jahrhunderte alt. Viele Lieder wurden früh Teil des kollektiven Bewusstseins und damit musikalisches Allgemeingut. In weiterer Folge bildeten sie häufig die Grundlage für ausgefeilte Ausarbeitungungen rein instrumentaler Musik. Ein Beispiel dafür ist Giovanni Battista Ariostis “Modo facile di suonare il Sistro” von 1686, die bislang früheste Notenquelle für sogenannte Stabspiele, ergo melodisches Schlagwerk.
Philipp Lamprecht widmet sich in einem umfangreichen Projekt dieser Notenquelle. Er hat das passende Instrument, eine Strohfidel = historisches Xylophon, nachbauen bauen lassen und sich gemeinsam mit Vincent Kibildis durch vergleichbare Quellen gelesen und anschließend Ariostis Tabulaturschrift (=Zahlenschrift ohne Rhythmus) entziffert.
Zur Strohfidel treten weitere besondere Instrumente hinzu, Salterio, Tripelharfe und Viola da Gamba. Dieses “Hausmusikensemble” bringt beliebte italienische Lieder und Tänze des 17. Jahrhunderts auf die Bühne, wie man sie sich in einem Bologneser Adelshaushalt der 1680er Jahre vorstellen könnte.
Musik von Giovanni Battista Ariosti, Carlo Calvi, Giovanni Antonio Cangiasi, Giuseppe Cenci, Francesco Maria Fucci, Johann Hieronymus Kapsberger, uam.
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