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OBSIDIANSPALTEN

Samstag, 17. Juli 2021, 17:00 - Sonntag, 15. August 2021, 19:00

– Saskia Siebe

 

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Saskia Siebe (*1983 in Ciudad de México) ist in verschiedenen Wissensbereichen, Kulturen und Orten beheimatet. Ihre Arbeiten entstehen zwischen Mexiko und Deutschland, zwischen Atelier und Werkstatt. Ausgangspunkt ist das Handwerk des Mosaiks welches sie in Italien an der Scuola Mosaicista del Friuli (2003- 2006) sowie in Barcelona an der Escola Massana (2006-2009) erlernte und später ausübte. 2006 wurde Sie mit der Borsa di studio der Scuola Mosaicista del Friuli, für die beste Abschlussarbeit prämiert und 2009 erwarb sie für zwei Jahre das Atelier Stipendium Off Massana. Seitdem arbeitete Sie in Ihrem eigenen Atelier und für andere Werkstätten und realisierte verschiedene architekturbezogene Mosaik und Keramik Projekte, unter anderem mit dem Designer Gerard Moline und der Mayerschen Hofkunstanstalt, München. 2011 wurde Sie für den Kunsthandwerkspreis Artfad, in Barcelona nominiert. Von 2013 bis 2020 studierte sie an der HBK Braunschweig und schloss ihr Diplom der Freien Kunst mit Auszeichnung ab. Sie absolvierte das Meisterschülerjahr an der HBK bei Professor Olav Christopher Jenssen.

 

„In ihrer Arbeit liest sie Material als Sprache und nicht als reinen materiellen Wert oder Technik. Das Eintauchen und Vertieftsein in Materie und damit in sich selbst und die Umwelt ist zentral. Dem Arbeitsprozess wohnt ein Erspüren der Dinge und Zustände inne. Ein Suchen nach intensiven Sinneserfahrungen, nach bestimmten Bildern und Erinnerungen. In einem neugierigen und fragenden Experimentieren verwebt Saskia Siebe so unterschiedliche Medien und Techniken miteinander. In Variationen kehren darin ihre Motive wieder.

 

Ihre Rauminstallationen sind, ähnlich der Herstellungsweise des Mosaiks, aus fragmentarischen Bausteinen zusammengesetzt. Eine Graphik, deren Strich und Geste nah am Körper verortet ist, wird zu einem raumgreifenden Bild. Kleinere flächige Keramiken und Mosaike stehen im Kontrast dazu. Farben und Dimensionen treffen aufeinander. Techniken und Materialien der angewandten und bildenden Kunst stehen dabei gleichwertig nebeneinander. Drucke können so zu Tapeten, Keramiken zu Kacheln und Zeichnungen zu Büchern werden.“ (aus einem Text von Miriam Laage)

Foto: Saskia Siebe_Utopien weisen einen Weg aus dem Labyrinth_Installationsansicht Kunstverein Braunschweig_Photo Stefan Stark

 

 

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