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WAKS – yiddish voices

Samstag, 19. September 2020, 16:00

Konzert im Kunstraum-Hof

 

Hamburg – Berührende Originalstimmen aus einer versunkenen Welt im Konzert mit

Inge Mandos (Gesang),
Klemens Kaatz (Piano, Akkordeon, Indisches Harmonium)
und Hans-Christian Jaenicke (Violine)

 

Die Erfindung des Phonographen machte es möglich, menschliche Stimmen zu bewahren. Jiddische Lieder, gesungen von osteuropäischen Menschen, wurden durch einen Trichter verstärkt und mit Hilfe einer Membran und eines Metallstifts in Wachswalzen geritzt. Diese verstaubten in Archiven und wurden nach vielen Jahrzehnten geborgen.

 

So ließ sich der Wunschtraum der Sängerin Inge Mandos verwirklichen, ungeachtet des zeitlichen und geografischen Abstandes mit diesen intensiven und berührenden Stimmen zusammen zu singen: zweistimmig, im Wechsel, oder wo nötig auch das beschädigte Liedgut rekonstruierend.

 

Das WAKS-Ensemble (WAKS bedeutet „Wachs“ auf Jiddisch) mit dem Pianisten Klemens Kaatz und dem Violinisten Hans-Christian Jaenicke schuf dazu ganz eigene Arrangements. Es stellt die Sängerinnen und Sänger aus Osteuropa, die vor 80 Jahren gelebt haben, ins Zentrum der Musik und lässt sich konsequent auf die Stimmen und das Material ein, einschließlich Rauschen und Knacken.